Umdenken beim Interim Management: Das ist nichts für Frauen? Im Gegenteil

Ob digitale Transformation, Fach- und Führungskräftemangel oder demographischer Wandel – die Verfügbarkeit qualifizierter Arbeitskräfte ebenso wie der Anspruch an ihre Fähigkeiten verändert sich heute schneller als je zuvor. Markt und Möglichkeiten sind flexibler geworden. Das erfordert ein Umdenken auf beiden Seiten: in den Unternehmen wie bei den Arbeitnehmern selbst. Neue Anforderungen bringen neue Perspektiven mit sich, insbesondere für Frauen. Europaweit sind 4,7 Millionen Männer und 2,6 Millionen Frauen in Positionen mit Führungsverantwortung. Doch laut Interim Management Report 2019 haben nur knapp 10 Prozent Frauen teilgenommen – kein Beruf für Frauen? Herrschen bei den Personalverantwortlichen in den Unternehmen vielleicht Zweifel daran, dass es Frauen an geeigneten Kompetenzen und der nötigen Flexibilität dafür mangelt? Dann gilt es, umzudenken. Tatsächlich ist das Interim Management als Arbeitsmodell für Frauen besonders geeignet. Warum? Weil Interim Manager häufig dann gerufen werden, wenn personelle Not herrscht oder es gilt, Veränderungen im Unternehmen vorübergehend zu begleiten. Schließlich sind 35 % aller Interim Mandate vom Change Management bestimmt. Hier können weibliche Manager ihre Kompetenzen besonders gewinnbringend einsetzen. Denn im Change Management kommen ihre Führungsstärke, Hands-on-Mentalität und Empathie zum Tragen. Veränderungen sind aufwändig und sie erfordern Führungszeit. Mitarbeitende erwarten in einer Umbruchsituation vor allem Orientierung und Verständnis. Und Empathie gehört zu jenen Kompetenzen, die Frauen in der Regel leichter aufbringen als ihre männlichen Kollegen. In Zeiten des Wandels gilt es, Fingerspitzengefühl in der Führung aufzubringen, damit ein unsicherer Zustand nicht zum Ausnahmezustand wird, was Ängste und Sorgen der Mitarbeitenden angeht. Weibliche Interim Manager können hier dazu beitragen, dass sich die Situation auch emotional für alle Beteiligten stabilisiert. Und sie stellen mitunter Werte in den Mittelpunkt, die im Trubel der Transformation unter den Tisch zu fallen drohen. Sie haben also eine nicht zu unterschätzende regulierende Wirkung im vom Wandel gerüttelten Unternehmen.

Heterogenität bringt nicht nur Perspektivenwechsel, sondern auch mehr Ertrag

Frauen führen anders, aber nicht schlechter. Im Gegenteil. Auch männlich dominierte Branchen können im Change davon profitieren, wenn Führung weiblich beeinflusst ist – denn in der Heterogenität liegt die Kraft von Innovation, Effektivität und Perspektivenwechsel. Es gibt genügend Studien, die nachgewiesen haben, dass Unternehmen davon profitieren, wenn Führungspositionen von Frauen besetzt sind. Eine Studie des Washingtoner Peterson Instituts aus dem Jahr 2016 kommt zu dem Schluss: Je mehr weibliche Führungskräfte auf der mittleren und oberen Leitungsebene tätig sind, desto mehr Ertrag kann ein Unternehmen erwirtschaften. Die Ökonomen errechneten eine Faustformel, die besagt: Steigt der Anteil weiblicher Managerinnen von null auf 30 Prozent, wächst die Profitabilität um 15 Prozent. Männliche und weibliche Sichtweisen wie Lösungsstrategien ergänzen sich, nehmen mehr in den Blick und wirken bereichernd auf die Performance. All das bringen Frauen auch im Interim Management zugunsten ihres Mandanten ins Spiel.

https://www.yumpu.com/de/document/read/63004692/ein-steiniger-weg-equal-pay-gender-pay-gap-das-she-works-magazin-im-januar-2020/73

via @yumpucom

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